„Das Leben schrumpft oder weitet sich im Verhältnis zum Mut, den man besitzt.“ Anais Nin

Bautechnik im Wandel der Zeit

Heutige Häuser sind Hightech-Produkte

Bronzezeit: Wand aus Flechtwerk, Gras Lehm (Kreisarchäologie Main-Kinzig, Rekonstruktion Irene Staeves)

Wie in allen gesellschaftlichen und technischen Bereichen ist auch beim Hausbau die Zeit nicht stehen geblieben.

Früher wurde oft nur die Küche und gute Stube mit einem Kaminofen beheizt.Da der Ofen seine Verbrennungsluft aus dem Raum bezog, setzte diese Technologie Undichtigkeiten in den Bauteilanschlüssen von Dach, Wänden, Fenstern und Türen voraus.

Diese Undichtigkeiten in der Gebäudehülle verursachen wiederum hohe Wärmeverluste, sogenannte Lüftungswärmeverluste.

Inzwischen hat sich ein kompletter technologischer Wandel vollzogen. Häuser sind Hightech-Produkte – Wände bestehen oft aus verschiedenen Funktionsschichten, die genormten Ansprüchen an Tragfähigkeit, Brand-, Schall- und Wärmeschutz sowie Dichtheit gegen Wind, Schlagregen oder drückendem Wasser gerecht werden müssen.

Gebaut wird nicht mehr nur in geschützten Lagen, sondern auch an stark ausgesetzten Orten oder in Hochwassergebieten, die Komfortansprüche an den Wohnraum hinsichtlich Quantität und Qualität sind äußerst hoch.

Um diese Komfortansprüche bei steigenden Energiepreisen und knapper werdenden Energieträgern dauerhaft gewährleisten zu können, werden deshalb heutzutage Neubauten aber auch Sanierungen bestehender Gebäude genauer geplant. So kann in der Energiebilanz-Berechnung anstatt pauschaler Annahmen - wie sie oft beim Energieausweis gemacht werden – folgendes berücksichtigt werden:

  • Kennwerte der Heizungshersteller
  • verminderte Verluste aus Wärmebrücken (Wärmebrückenberechnung)
  • Erträge aus Solarthermischen Anlagen

Bei Sanierungen mit Innendämmung kann darüber hinaus durch eine dynamische Feuchtesimulation das Tauwasser und Schimmelrisiko abgeschätzt werden.